Auf dem Weg zu einem Urheberrecht für das 21. Jahrhundert

Till Kreutzer’s Ideen für eine zukünftige Regulierung kreativer Güter:

“Moderne Technologien machen es den Nutzern möglich, sehr viel mehr urheberrechtlich geschützte Güter zu kopieren und weiterzugeben, als dies noch vor 50 Jahren der Fall war. Das Urheberrecht kann die Rechteinhaber derzeit nicht effektiv schützen. Es müsste gründlich reformiert werden, um Kreativen zu ihrem Recht, das weniger durch Privatnutzer als vielmehr von Verwertern beschnitten wird, zu verhelfen.”

Den ganzen, sehr lesenswerten, Text gibt es im Wirtschaftsdienst vom Oktober 2012.

CC Europe urges European Commission to support Open Education

Timothy Vollmer writes:

“In August we wrote about the European Commission’s request for information on the topic Opening Up Education. The point of the consultation is to gauge the need for EU action to promote the adoption and use of Open Educational Resources (OER) and Information Communication Technologies (ICT) in education. Several Creative Commons affiliates in Europe have submitted a joint response to the survey. The jurisdictions signing onto the response include Luxembourg, Denmark, Greece, Germany, Belgium, United Kingdom, Sweden, Czech Republic, France, Portugal, Serbia, Poland, Netherlands, Finland, Bulgaria, and Ireland.

The joint response urges the Commission to support the recommendations in the 2012 Paris OER Declaration, which was unanimously supported by UNESCO member nations at the World Open Educational Resources Congress on 20-22 June 2012. As described in the consultation document (PDF), “the EU will use the tools at its disposal (policy guidance, EU regulation whenever relevant, funding mechanisms, exchange of good practices and innovative pilots).” By leveraging these various tools in alignment with the suggestions laid out in the Paris Declaration, the Commission can be very effective in promoting the development and use of OER. (…)”

Read full post.

Full response sent to the European Commission.

2nd draft of 4.0 licences online

Diane Peters of Creative Commons HQ:

We are pleased to post draft 2 of 4.0 for public discussion. This comes after several months of substantive conversations on a number of policy issues, with input solicited from our global community on the CC license-development list (archive), through affiliate consultations, via comments posted directly on our 4.0 wiki, and submissions to staff.

We fielded comments from an impressive number of jurisdictions — more than 50 by our estimate. The combined input reflects an incredibly diverse set of opinions and an equally diverse group of constituents. Individual creators, educators and educational institutions, governments, policy makers, academics and many others all added their voices to the conversation. We received a great deal of input and revision proposals, and people shared many informed (and sometimes passionate) opinions on a wide range of topics. And while compromise and consensus are not always achievable, we feel the decisions reflected in draft 2 are well grounded and considered. (…)

(More)

Luxembourg is global Nr 6 in Wikipedia edits

Surprising?

In the 2012 “Global Innovation Index”, Luxembourg  is ranked Nr6 fro Wikipedia edits.

More proof of the innovative potential in services based on sharing and remixing, such as Wikipedia, which is based the legal toolkit of Creative Commons licences.  Great to see that there is a beginning recognition that value is created and maintained in the public Commons.

Full report here:  www.globalinnovationindex.org

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Elinor Ostrom

Elinor Ostrom, economics nobel prize in 2009 and inspiration for thinking about knowledge as a Commons, died june 12th. http://elinorostrom.indiana.edu/

e ostrom

Three book references:

Elinor Ostrom

Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action

Link to book on amazon.de

Charlotte Hess, Elinor Ostrom (Ed.)

Understanding Knowledge as a Commons: From Theory to Practice

http://mitpress.mit.edu/catalog/item/default.asp?ttype=2&tid=11012

Silke Helfrich, Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.)

Commons – Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat

http://www.transcript-verlag.de/ts2036/ts2036.php

Sacem France und Creative Commons vereinbaren Pilotprojekt

Gestern gab’s eine Pressekonferenz in Paris bei der SACEM Frankreich. Es gibt jetzt (ähnlich DK und NL) ein Pilotprojekt (bis Ende Juni 2013) der SACEM Frankreich Mitgliedern erlaubt die CC-NC Lizenzen zu benutzen.

Pressekonferenz: http://www.sacem.fr/cms/home/la-sacem/derniers-communiques-2011/sacem-creative-commons-signent-accord-diffusion-oeuvres

Pilot: http://www.sacem.fr/cms/lang/fr/home/createurs-editeurs/creative-commons/experience-pilote-sacem-creative-commons

FAQ: http://www.sacem.fr/cms/home/createurs-editeurs/faq/faq-creative-commons

New Creative Commons FAQ

These FAQs are designed to provide a better understanding of Creative Commons, our licenses and our other legal and technical tools. They provide basic information, sometimes about fairly complex topics. These FAQs will often link to more detailed information. Please note that several of our tools have their own in-depth FAQs, including our CC0 Public Domain Dedication and Public Domain Mark. If you have any questions about CC that are not covered here or elsewhere on our website, please email info@creativecommons.org.

http://wiki.creativecommons.org/FAQ

Europeana adopts new data exchange agreement, all metadata to be published under CC zero

Read here: http://creativecommons.org/weblog/entry/29133

Europeana is rolling out CC zero for its metadata, switch is on first of July 2012:http://www.version1.europeana.eu/web/europeana-project/newagreement

More good news:

Creative Commons Attribution-ShareAlike license enforced in Germany

http://creativecommons.org/weblog/entry/28644

Wouldn’t it be time to create a universal “unported” CC version 4 Licence?

Schutzfristverlängerung: Geiselnahme mit Ansage

via creativecommons.de:

Die großen der Musikindustrie geben eine Sondervorstellung in brilliantem Lobbyismus, spannen die Studiomusiker vor ihren Karren und lassen die übrige Wirtschaft und die Bürger der EU die Rechnung zahlen. Jahrzehnte länger geschützt bleiben soll ein noch immer lukrativer Bruchteil der Aufnahmen populärer Musik aus den 1960er Jahren. In Kauf nehmen soll die europäische Kulturlandschaft dafür als Kollateralschaden ein noch maßloser werdendes, rückwirkend ausgedehntes Wegsperren des gesamten aufgenommenen Kulturerbes. Für iRights.info und finanziert durch Wikimedia Deutschland e.V. haben wir diese Vorgänge in einem Dossier auf Deutsch und Englisch zusammengefasst (das natürlich unter CC BY 3.0 de steht und voraussichtlich diese Woche auch noch gedruckt vorliegen wird).
Eigentlich galt sie schon als gescheitert, die von der Musikindustrie geforderte, in Großbritannien von der Regierung abgelehnte und dann 2008 über den europäischen Umweg lancierte Verlängerung der Schutzfristen für verwandte Schutzrechte an Tonaufnahmen (zugunsten der Studiomusiker, §§ 73 ff. UrhG und der Tonträgerhersteller, §§ 85 ff. UrhG). Das EU-Parlament hatte seinerzeit zwar den Vorschlag der EU-Kommissionvon 95 Jahren Schutzdauer auf 70 Jahre reduziert, ihm aber dennoch zugestimmt und einige unterstützende Maßnahmen beschlossen, die sicherstellen sollten, dass nicht in erster Linie den Major Labels, sondern wirklich den Musikern etwaige Mehreinnahmen zugute kommen.
Erst im Ministerrat, der ebenfalls hätte zustimmen müssen, setzte sich schließlich 2009 die Vernunft durch und die erforderliche Mehrheit blieb aus. Vorerst, wie sich jetzt zeigt, denn Dänemark und Portugal haben ihre ablehnende Haltung inzwischen aufgegeben. Welche Einflussnahme durch wen da im Hintergrund gewirkt haben mag, darüber kann man nur spekulieren. Jedenfalls erscheint eine Verabschiedung der Verlängerung nun gesichert – und das trotz des Umstands, dass sowohl das EU-Parlament als auch die Kommission inzwischen neu gewählt wurden und die Legitimation daher fraglich ist. Im Schnellverfahren wurde der Punkt auf die Tagesordnung von der COREPER-Sitzung am 7.9. gesetzt, in der die Entscheidung aller Erfahrung nach vorweggenommen werden wird, wenn auch die Minister selbst eigentlich erst am 12.9. tagen werden.
Die Geiseln sind in diesem Spiel die Studiomusiker. Genommen werden diese Geiseln des Diskurses durch die “vier großen” Universal, Sony BMG, Warner Music und EMI. Sie erzählen die herzerwärmende Mär von den Studiomusikern, die “nicht länger die armen Cousins des Musikgeschäfts” sein sollen und für deren “Altersversorgung” endlich längere Schutzfristen hermüssten. Dass sie in Wirklichkeit genau diesen armen Cousins tausendfach über Buy-out-Verträge alle Rechte abgenommen haben (teils sogar ausdrücklich auch für den jetzt eintretenden Fall nachträglicher Verlängerung der Schutzfristen), wird wohlweislich nicht erwähnt. Ebenso unerzählt bleiben Details wie die Refinanzierungsklauseln, die besagen, dass eine Beteiligung an zusätzlichen Einnahmen erst dann in Fragen kommt, wenn die Herstellungskosten der Aufnahme vollständig eingespielt wurden, ein Zustand, der bei rund 80% der Aufnahmen nie erreicht wird. Zusätzliches Geld wird durch die Verlängerung also allenfalls in die Taschen der Major Labels fließen, was die europäischen Bürger nach Schätzungen von Volkswirten über eine Milliarde Euro kosten wird. Ein Investitionsschutzrecht wird leichter Hand verlängert, so als wären wirtschaftliche Monopole die normalste Sache der Welt.
In seltener Einigkeit haben denn auch alle bedeutenden Urheberrechts-Institute, einschließlich dem Max-Planck-Institut für Immaterialgüterrecht und sogar der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR), von der Verlängerung als unterm Strich schädlich abgeraten. Mehrfach wurde nachgewiesen und überprüft, sogar im Auftrag der EU-Kommission selbst, dass keineswegs die Musiker Nutznießer dieser Verlängerung sein werden, sondern fast ausschließlich die vier Majors und eine verschwindend kleine Zahl ohnehin schon sehr erfolgreicher Megastars bzw. deren Erben. Aber offenbar muss man bestimmte Märchen nur oft genug wiederholen und vielleicht das ein oder andere nette Abendessen veranstalten, um über die EU auch solch hochkarätigen Gegenwind mit Geduld und Hartnäckigkeit abzuwettern.

Public Domain Calculators

OutOfCopyright.eu makes Public Domain Calculators available for the entire European Union

Works that have fallen into the public domain after their term of copyright protection has elapsed can be freely used by everybody. In theory that means that these works can be reused by anyone for any purpose which includes commercial exploitation. In theory the public domain status increases access to our shared knowledge and culture and encourages economic activities that do not take place as long as works are protected by copyright. In turn the commercial exploitation of public domain works (for example out of copyright books) has the tendency to increase their accessibility.

Users can use the calculators (and the underlying research published at outofcopyright.eu) to determine the copyright status of works in all these countries. This is the first time that this question has been structurally researched across all European jurisdictions.In practice however determining if a work has passed into the public domain can prove very difficult. This is especially true when attempting to determine the public domain status of content in multiple jurisdictions. As part of thelegal workpackage of the  EuropeanaConnect project, led by the national library of LuxembourgKnowledgeland and the Institute for information Law at the University of Amsterdam have developed public domain calculators to answer the question whether a certain work or other subject matter vested with copyright or neighbouring rights (related rights) has fallen into the public domain. These public domain Calculators have been developed for 30 countries (the European Union plus Switzerland, Iceland & Norway) and are available at www.outofcopyright.eu

The results of this research of national copyright laws shows a complex semi-harmonized field of legislation across Europe that makes it unnecessarily difficult to unlock the cultural, social and economic potential of works in the public domain. Identification of works as being in the public domain needs be made easier and less resource consuming by simplifying and harmonizing rules of copyright duration and territoriality.

Outofcopyright continues to adjust and refine its calculators. It is also researching how to make calculation possible using large datasets like bibliographicaDBPedia and the Europeana datasets on cultural objects in Europe. 

We encourage everyone interested in the public domain to try the calculators, comment on them and re-use the published research. All research and other material on Outofcopyright is available under the terms of a Creative Commons Attribution-ShareAlike license and the software powering the calculators can be reused under the terms of the EUPL license